ÜBER DAS GEHEN

ÜBER DAS GEHEN

Gehen hält körperlich und geistig gesund.

Vor einigen Tagen in einem Gespräch habe ich versucht, die vielen Vorteile des Gehens aufzuzeigen. Natürlich, das Wichtigste dazu konnte ich schildern, aber ich spürte, da gibt es mehr Positives zu berichten, denn ich bin davon überzeugt: Gehen hält körperlich und geistig gesund.

Gehen ist das einfachste Mittel, um Körper und Seele in Balance zu halten.

Ich habe recherchiert und möchte es in diesem Beitrag nachholen.

Seit vielen Jahren gehe ich schon. Mit Beginn des Lockdowns regelmäßig drei- bis fünfmal die Woche. Die Vorteile sind spürbar. Es gibt nichts Einfacheres, sich körperlich und geistig gesund zu halten, als zu gehen. Du bemerkst schon:

Ich bin Fan von „Gehen“ 😊

Was verstehe ich unter „gehen“?

Mit „gehen“ meine ich schnellen Schrittes mich fortzubewegen, ohne zu hasten, in einem Tempo, das fordert, aber das mich doch noch ausreichend ruhig atmen lässt. Circa eine Stunde.

Forscher halten eine Schrittgeschwindigkeit von 4,8 km/h als optimal, um lange zu leben. Wenn du nicht gewohnt bist so schnell zu gehen, beginnst du langsamer und steigerst dich. Ganz einfach!

Gehen kann man wunderbar in den Alltag integrieren. Man geht, anstatt mit der Straßenbahn zu fahren, man macht einen großen Umweg, um einkaufen zu gehen oder eine Freundin zu besuchen. Idealerweise führt dich dein Weg durch einen Park.

Der Unterschied zwischen Gehen und Wandern ist nicht groß. Wandern ist dem Tempo gleichzusetzen, allerdings ist man länger unterwegs und man bewegt sich in der Natur auf Wegen, die meist nicht asphaltiert sind.

Oftmals wird Gehen auch dem Spazierengehen gleichgesetzt. Für mich ist Spaziergehen langsamer. Ähnlich dem Flanieren oder dem Lustwandeln.

Gehen, Definition Wörterbuch

Gehen ist ein Schutzschild gegen Krankheiten.

Die körperlichen Vorteile des Gehens:

  • Beim Gehen wird das Herz gefordert, aber nicht überfordert. Gehen ist eine Wohltat für die Blutgefäße. Die Anfälligkeit für Bluthochdruck sinkt.
  • Das Risiko, an Diabetes Type 2 zu erkranken, wird geringer. Besonders nachhaltig ist es, nach einer Mahlzeit zu gehen. Studien beweisen, dass besonders Gehen nach dem Abendessen den Blutzucker reguliert.
  • Gehen vergrößert das Lungenvolumen, dadurch kommt mehr Sauerstoff ins Blut und du wirst leistungsfähiger.
  • Auch deine Muskeln werden mit mehr Sauerstoff versorgt und bauen sich auf.
  • Zügiges Gehen beugt Rückenschmerzen vor oder verringert diese. Die Bandscheiben werden durch die regelmäßige Bewegung optimal mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt und bleiben gesund.
  • Mehr Sauerstoff im Gehirn fördert die Denkleistung. Zugleich beugt die regelmäßige Bewegung Alzheimer vor und verhindert frühzeitige Demenz.
  • Nach dem Essen zu gehen, regt den Stoffwechsel an, fördert deine Verdauung und hilft dabei auch, dass die Kilos purzeln.
  • Gehen verlängert dein Leben. Forscher aus Sidney haben Männer im Alter von über 70 Jahren beobachtet und bemerkten, dass eine Schrittgeschwindigkeit von mindestens 4,8 km/h lebensverlängernd ist.

Die geistigen Vorteile des Gehens:

  • Als Ausgleich in stressigen Zeiten hilft Gehen Stress abzubauen und Gelassenheit aufzubauen. Dadurch schläfst du auch besser, schneller und tiefer.
  • Unser Hippocampus, der zuständig ist, dass Erlebtes vom Kurzzeit – ins Langzeitgedächtnis übernommen wird, vergrößert sich. Du merkst dir Erlerntes besser. Deshalb ist es wichtig beim Lernen Pausen einzulegen und eine Runde zu gehen.
  • Gehen hilft, neue Ideen zu entwickeln und fördert die Kreativität. Beim Gehen kommen die Gedanken in Bewegung. Man verlässt seinen „Standpunkt“, ist aufgeschlossener für Neues und findet neue Perspektiven.
  • Gehen hebt die Stimmung. Bist du verärgert oder trübsinnig, ziehe bequeme Schuhe an und gehe. Du wirst bemerken, dass es dir danach viel besser geht.
  • Regelmäßig gehen macht auf Dauer glücklicher. Beim Gehen schüttet der Körper Endorphine aus und diese sorgen langfristig für dein Wohlbefinden.

Bergauf, bergab oder doch eben?

Klar ist, dass auf ebenen Wegen wir uns am wenigsten anstrengen müssen. Aber ist es auch gleichermaßen gesund, als wenn wir bergauf oder bergab gehen?

In MEDIZIN populär habe ich dazu Folgendes gefunden:
Gehen in der Ebene bringt alle Vorteile, die oben bereits beschrieben sind. Beim Bergaufgehen wird die Beinmuskulatur besonders gestärkt und das Herz-Kreislaufsystem besser trainiert. Auch beim Bergabgehen werden die Muskeln an den Waden, Schienbeinen und Oberschenkeln gefordert. Außerdem haben Forscher entdeckt, dass sich die Blutwerte verbessern (besonders Zucker im Blut) und Bergabgehen über einen längeren Zeitraum beim Abnehmen hilft.

Gehen hält gesund.

Trotzdem könntest du nun einwenden, dass auch viele andere Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen unser Wohlbefinden verbessern.
Stimmt, allerdings ist für mich besonders wichtig, dass ich jederzeit und überall losgehen kann. Ich bin komplett zeitlich flexibel………… und es ist kostenlos. Außer einem Paar bequemer Schuhe brauchst du nichts, um sofort loszugehen.

Natürlich gibt es noch den inneren Schweinehund. Immer wieder fragt er, ob das Gehen notwendig ist – überzeugen kann ich ihn, indem ich ihn an das Wohlgefühl danach erinnere, an die Ausgeglichenheit und Gelassenheit, die mit jedem Gehen sich vertieft. So wird er immer leiser, der innere Schweinehund.

PS: Immer wieder lese ich, dass man durch Gehen den Schokoladenkonsum verringert. Forscher der Exeter University haben in einer Studie mit 78 Personen, die Schokolade liebten, festgestellt, dass nach nur 15 Minuten gehen (in dem Fall am Laufband) der Appetit auf Schokolade signifikant zurückgegangen ist.

Ich kann das bestätigen, gegenüber früher lebe ich fast ganz schokoladebefreit 😊.

Meine Buchempfehlungen:

Meine Buchempfehlungen sind Bücher, die ich gelesen habe oder auf jeden Fall lesen will!

In der Buchbeschreibung spricht mir der Autor aus dem Herzen und greift ein Thema auf, das ich in meinem Beitrag vernachlässigt habe: Achtsamkeit durch Gehen.

Deutschlandfunk Kultur: “Wunderbar abwechslungsreich. Dieses vielseitige Buch macht große Lust, die eigene Stadt, das Dorf oder das Umland zu Fuß zu erkunden.” Klingt doch überzeugend?

Was meinst du? Gehst oder wanderst du gerne? Spazierst du plaudernd mit deinem Lieblingsmenschen? Welche Erfahrungen hast du beim “schrittweise sich fortbewegen” gemacht?  Ich freue mich über dein Mail!

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